16.07.2018|Stuttgart

375 Bewerber beim Landespreis für junge Unternehmen 2018

20 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen haben es in die Vorschlussrunde geschafft

Landespreis ist Spiegelbild der baden-württembergischen Wirtschaft

Stuttgart, 16.07.2018. 375 Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Baden-Württemberg haben sich in diesem Jahr um den Landespreis für junge Unternehmen beworben. 20 von ihnen konnten sich durch eine mehrstufige Vorauswahl kämpfen und wurden für die zweijährlich von der baden-württembergischen Landesregierung und der L-Bank vergebene Auszeich-nung nominiert.

„Durch ihre innovativen Ideen, ihre selbstbewussten Konzepte, ihr soziales, nachhaltiges und unternehmerisches Engagement beweisen die Bewerbe-rinnen und Bewerber Mut, Tatkraft und den Willen, etwas zu bewegen“, betont Gisela Erler die Leistungsstärke der nominierten Unternehmen. Die Staatsrätin im Staatsministerium ist als Vertreterin der Landesregierung eine der Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik, die die hochkarätige Jury des Landespreises bilden. Erler: „Der sprich-wörtliche Gründergeist ist in unserem Bundesland traditionell stark ausgeprägt. Dennoch überrascht die Vielfalt an Ideen und Konzepten immer wieder aufs Neue.“

„Die 20 Unternehmen, die sich in den bisherigen Vorentscheidungen des Landespreises durchgesetzt haben, sind in bemerkenswerter Weise ein Spiegelbild der baden-württembergischen Wirtschaft“, ergänzt Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank. Kleinere Betriebe mit nur wenigen Angestellten gehören ebenso zum Kreis der Besten wie Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern. Teamgründungen sind ebenso mit von der Partie wie Einzelgründungen oder Gründungen von Personen mit Migrationshintergrund und ausländischen Wurzeln. Handwerksgründungen messen sich mit solchen aus Pflege- und Gesundheitsberufen. High-Tech-Firmen der Informations- und Digitaltechnik gehören wie Maschinenbau-unternehmen sowie Hotel- und Gastronomiebetriebe genauso selbstver-ständlich zu den baden-württembergischen Top-20 wie Softwarehäuser, selbstständige Ingenieure und Firmen aus Beratung, Handel und Dienstleistung. All diese Unternehmen sind im Verlauf der letzten zehn Jahre gegründet oder übernommen worden und haben sich nicht nur wirtschaftlich erfolgreich entwickelt, sondern waren und sind auch in gesellschaftlichen oder ökologischen Belangen engagiert.

„Das sind Zahlen, die auch bundesweit beeindrucken und ihresgleichen suchen“, freut sich Nawrath. „Mehr als 5.400 Teilnehmer sind es mittlerweile insgesamt bei der nunmehr 12. Ausgabe des Preises, ein tolles Ergebnis!“ Für Nawrath ist die Einladung zu den Jury-Präsentationen bereits ein großer Erfolg für die Unternehmen. „Alle Teilnehmer, die bis hierhergekommen sind, haben im Markt und vor Fachleuten bewiesen, dass sie unseren Mittelstand bereichern und ihn als Frischzellenkur permanent erneuern. Eine mögliche Auszeichnung als Landespreisträger bedeutet zusätzlich das Prädikat, zu den besten jungen Unternehmen in Baden-Württemberg zu gehören, ein nicht zu unterschätzender Werbewert zur eigenen Wertsteigerung.“

Die zehn besten Unternehmen werden am 8. November 2018 im Rahmen eines Festaktes im Neuen Schloss in Stuttgart durch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Dr. Axel Nawrath geehrt. Die drei erst platzierten Unternehmen erhalten Geldpreise in Höhe von 40.000 Euro (Platz 1), 30.000 Euro (Platz 2) und 20.000 Euro (Platz 3). Mit insgesamt 90.000 Euro ist der Landespreis einer der höchst dotierten und renommiertesten Unternehmerpreise in Deutschland.

Hintergrund

Der Landespreis für junge Unternehmen wird alle zwei Jahre gemeinsam von der Landesregierung und der L-Bank ausgeschrieben. Schirmherr des Wettbewerbs ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Gesucht werden wirtschaftlich erfolgreiche Firmen aller Branchen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben und die durch verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln einen vorbildlichen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft leisten. Zugelassen sind Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2007 gegründet oder übernommen wurden und mindestens zwei volle Bilanzjahre vorweisen können. Die zehn Besten werden am 8. November 2018 im Neuen Schloss in Stuttgart ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt insgesamt 90.000 Euro. Damit ist der Landespreis für junge Unternehmen, der 2018 bereits zum zwölften Mal vergeben wird, einer der höchst dotierten und renommiertesten Unternehmerpreise in ganz Deutschland. Insgesamt haben sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als 5.400 Unternehmen um die Auszeichnung beworben.

Weitere Informationen und Pressefotos: www.landespreis-bw.de
Twitter-Hashtag: #Landespreis

Ihr Presse-Ansprechpartner bei der L-Bank:
Detlef Grabowski, Tel. 0721/150-1333, detlef.grabowski@l-bank.de

Ihr Presse-Ansprechpartner im Staatsministerium:
Christoph Neethen, Tel. 0711/2153-310, christoph.neethen@stm.bwl.de


Die nominierten Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge:

ACTICO GmbH, Immenstaad, www.actico.com/de

Annes Ha(h)nauer, Kehl, www.annes-hahnauer.de

AUXXOS GmbH, Amtzell, www.auxxos.com

Bierkultur Schwanen GmbH, Ehingen, www.bierkulturhotel.de

Dekoback GmbH, Helmstadt-Bargen, www.dekoback.com

KEVIN KUGEL CHOCOLATIER, Nufringen, www.kevinkugel.de

Lightshape GmbH & Co. KG, Stuttgart, www.lightshape.net

MP Mobiler Pflegedienst Nadine Condurachi, Karlsruhe

MUKKI GmbH, Ulm, mukki-pflege.de

Nanoscribe GmbH, Karlsruhe, www.nanoscribe.de

pervormance International GmbH, Ulm, www.e-cooline.de

Pinion GmbH, Stuttgart, https://pinion.eu

PointCab GmbH, Wernau, www.pointcab-software.com

QuikStep GmbH, Durmersheim, www.quikstep.eu

reconsite GmbH, Fellbach, www.reconsite.com

Reiß Beck GmbH & Co. KG, Kirchzarten, www.baeckerei-reiss-beck.de

Rosenrot Manufaktur für Naturkosmetik, Heilbronn, www.bioseifen.com

STERK abbundzentrum GmbH, Bodnegg, sterk-gruppe.de

ViGEM GmbH, Karlsruhe, www.vigem.de

Winzki GmbH & Co. KG, Frickenhausen, www.winzki.de


Kurzvorstellung der Unternehmen (alphabetische Reihenfolge):


Aus komplex wird digital

ACTICO GmbH in Immenstaad

Die Automatisierung von Entscheidungsprozessen in der Finanzindustrie ist das Geschäftsmodell der ACTICO GmbH aus Immenstaad. Hierzu entwickelt das Unternehmen von Thomas Cotic (52), Christine Moosherr (45), Thomas Knöpfler (42), Volker Großmann (48) und Bernd-Michael Rumpf (53) die notwendigen Technologien und Softwarelösungen. Damit, so Cotic, können Banken und Versicherungen aus aller Welt komplexe Entscheidungen in digitale Prozesse umsetzen. „Wir möchten es unseren Kunden ermöglichen, ihr Geschäftsmodell flexibel an geänderte Strategien und Marktanforderungen anzupassen“, beschreibt er den Nutzen der Software und der Beratungsleistungen von ACTICO. Cotic und seine Mitgründer haben das Unternehmen 2015 als Management buy out von Robert Bosch übernommen. Heute bietet das Unternehmen mehr als 100 attraktive Arbeitsplätze einschließlich eines Beteiligungsprogramms für Mitarbeiter, die dadurch am Wertzuwachs des Unternehmens partizipieren. Auch über den Tellerrand des Unternehmens hinaus ist die ACTICO GmbH mit sozialen Aktivitäten, wie der Beauftragung von Behindertenwerkstätten und der Unterstützung des regionalen Mannschaftssports aktiv.

www.actico.com/de

Die Hähnchenflüsterin

Annes Ha(h)nauer in Kehl

Sie werden doppelt so alt wie konventionell gehaltene Tiere, sind viel an der frischen Luft und erhalten selbst hergestelltes Futter mit überwiegend eigenen Rohstoffen. Anne Körkel zieht in Kehl seit 2015 Freilandhähnchen in mobilen Ställen auf und vermarktet sie als „Annes Ha(h)nauer“ regional im Hanauer Land. „Es gibt immer mehr Verbraucher, denen es nicht egal ist, woher die Lebensmittel kommen“, beobachtet die gebürtige Ham-burgerin. Den Beweis für diese These erhält sie alle acht Wochen, wenn sie ihren Kundenstamm informiert, dass wieder eine Population ihrer Tiere vermarktungsreif ist. „Die Nachfrage ist enorm. Wir frieren nichts ein, sondern liefern direkt nach der Schlachtung an die Kunden.“ Diese liegen ihr am Herzen, zu vielen hat sie persönlichen Kontakt. Doch fast mehr noch als um ihre Kunden kümmert sich die 33-jährige um ihre Tiere. Da Medikamente tabu sind, führt sie ein digitales Stalltagebuch, um auch die kleinsten Veränderungen frühzeitig registrieren zu können. Fressen sie weniger? Wird mehr getrunken? Jede Veränderung kann ein Indiz dafür sein, wie es den Tieren geht. Dieses intensive persönliche Engagement will sie nicht für weiteres Wachstum opfern. Stattdessen möchte sie andere Tierhalter beraten und ihnen zeigen, wie eine am Tierwohl orientierte Aufzucht funktionieren kann.

www.annes-hahnauer.de

„Die ganze Firma ist unser Show-Room“

AUXXOS GmbH in Amtzell

Keine geringeren als griechische Götter sind Namenspatrone für die Laser-Maschinen des Allgäuer Technologieunternehmen AUXXOS. ARTEMIS und APOLLON heißen die Geräte, und natürlich darf auch HELIOS, die Göttin des Lichts, nicht fehlen. Allen AUXXOS-Maschinen ist gemeinsam, dass ihre Anwender mit Lasertechnologie arbeiten und bei ihren Bearbeitungs-prozessen höchste Ansprüche an die Präzision im Bereich von einem Millionstel Millimeter stellen. Bei der Entwicklung ihrer Produkte stand bei den Gründern jedoch nicht nur die Technologie im Vordergrund. „Der Kunde kauft keine Maschine, sondern einen Prozess“, meint Andre Le Guin (32), und sein 44-jähriger Mitgründer Andreas Koschnik ergänzt: „Wichtig war uns von Anfang an die Anpassungsfähigkeit unseres Angebots auch an sehr spezielle Anforderungen.“ Dieser Ansatz, besondere Lösungen in Nischenmärkten anbieten zu können, hat sich für den 2012 gegründeten Laser-Spezialisten für hochpräzise Materialbearbeitung ausgezahlt: Heute gehören namhafte Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Luft- und Raumfahrt und Elektrotechnik zu den Kunden und sorgen für ein schnelles Wachstum. Für die inzwischen zehn Mitarbeiter stehen Weiterbildungs-möglichkeiten hoch im Kurs. Zudem wurden angenehme und gleichzeitig zweckmäßige Räumlichkeiten gestaltet. Wenn Kunden zu Besuch sind, überzeugt das Unternehmen durch die moderne, produktive Atmosphäre: „Unsere ganze Firma ist ein einziger Showroom“, freuen sich die beiden erfolgreichen Gründer.

www.auxxos.com

Bier auf charmante Art

Bierkulturhotel Schwanen GmbH in Ehingen

Die Brauerei Schwanen in Ehingen an der Donau gibt es seit 1697, seit 1864 ist sie im Besitz der Familie Miller. Im Jahr 2010 kamen die Brüder Michael (38) und Dominic Miller (41) auf die Idee, dass zum elterlichen Brauhaus mit Restaurant eigentlich sehr gut ein Hotel passen könnte. Aber natürlich nicht irgendeines, sondern ein individuelles Bierkulturhotel - 2012 fertig gebaut als Designhotel mit historischen Baumaterialien und moderner Architektur, einer Bier-Suite und Minigolf in der Brauerei. Michael Miller, selbst Diplom -Braumeister, hatte sich schon früh dafür engagiert, „Bier auf charmante Art“ zu vermarkten. So riefen die Brüder gemeinsam mit weiteren Brauern 2007 das Projekt „Bierkulturstadt Ehingen“ ins Leben. Ehingen bekam einen Bierwanderweg und mit der Bierkultur-Skulptur des österreichischen Künstlers Richard Gert auch große Kunst. Darauf konnte das Hotel, das das Bier als Kulturgut betont, aufbauen und von der Tourismuswerbung der Stadt profitieren. Diese Vorteile können die Gründer aber auch zurückgeben: „Von unseren mehr als 4.000 Gästen jährlich profitiert die gesamte Region.“ Neben Touristen besonders auf Kurzreisen zieht das kultige Hotel vor allem Geschäftsreisende sowie Tagungs-veranstaltungen an.

www.bierkulturhotel.de

Innovation im Backregal

Dekoback GmbH in Helmstadt-Bargen (Kreis Rhein-Neckar)

Sie sind für fast jede Geburtstags- oder Hochzeitsfeier unverzichtbar: reich verzierte Torten, die nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge erfreuen. Als Sascha Hohl (45), Rüdiger Settelmeier (45) und Ceyhan Serbest (48) im Jahr 2009 in den Backregalen des Einzelhandels nach entsprechenden Angeboten für ihre Familienfeiern suchten, gab es jedoch nur die seit vielen Jahren immer gleichen Standardangebote. Schöne und kreative Backdekorationen waren den Profis aus den Konditoreien vorbehalten. „Vom Backen hatten wir alle nicht viel Ahnung“, gibt Rüdiger Settelmeier, einer der Gründer der Dekoback GmbH, freimütig zu. „Aber wir sagten uns: Lasst es uns einfach tun.“ Nach dem Prinzip „Ärmel hochkrempeln und ran an die Arbeit“ entwickelten die Gründer neue kreative Dekorationen und brachten zum Beispiel im Jahr 2012 den damals in Europa noch fast unbekannten Rollfondant auf den Markt. Heute sind die Dekoback-Kreationen bei über 30.000 Verkaufsstellen im In- und Ausland zu finden, allein im letzten Jahr verkaufte das Unternehmen 16 Millionen Artikel und bietet heute 120 Mitarbeitern einen Arbeitsplatz.

www.dekoback.com

Vom Ursprung an einzigartig

KEVIN KUGEL CHOCOLATIER in Nufringen

Equador, Mexiko, Dominikanische Republik: „Wer einzigartige Schokolade herstellen will, muss vom Ursprung her denken“, ist Kevin Kugel, von Beruf Koch, Konditormeister und Chocolatier, überzeugt. Vor Ort in den Anbau-ländern beginnt für ihn die Herstellung schon bei der Auswahl der besten Kakaobohnen. Weiter geht es in der 2014 gegründeten Choco¬laterie in Nufrigen mit der sorgfältigen Verarbeitung des Rohstoffes, bei der er auch die Rohschokolade selber herstellt. Krönender Abschluss ist schließlich das edle Design der Verpackungen. Einzigartig muss seiner Überzeugung nach auch die Beziehung zu den Kunden, für die er bei Bedarf auch individuelle Spezialitäten fertigt, sein: Die offene Produktion der Pralinen, Trüffel und Tafeln ist für alle Kunden erfahrbar. Auch den 32-jährigen Gründer und Unternehmer, der schon viele Auszeichnungen wie den German Chocolate Master in Köln oder den Carlo Wildt Pokal erhalten hat, können Interessierte bei seinen Liveshows erleben. Sechs Mitarbeiter finden heute bei ihm einen sicheren und interessanten Arbeitsplatz. Zwei Trends kommen ihm heute zugute: „Veranstaltungen mit Erlebnischarakter sind heute gefragter denn je“, erläutert er. „Und das Qualitätsbewusstsein bei Lebensmitteln ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.“

www.kevinkugel.de

Software für digitales Teamwork

Lightshape GmbH & Co. KG in Stuttgart

Außenstehende würden die Szene wohl eigenartig finden: Mehrere Personen tragen große Brillen, halten Joysticks in den Händen und haben sich Rucksäcke auf den Rücken geschnallt. Dabei scheinen sie wie bei einer Pantomime etwas Unsichtbares zu untersuchen. Eingeweihte jedoch wissen, dass es sich um Mitarbeiter einer Entwicklungsabteilung handelt, die durch ihre VR-Brillen (Virtual Reality) digitale Prototypen untersuchen. Die Entwicklung dieser hochinnovativen Technologie ist schon so weit fortgeschritten, dass in der digitalen Welt auch reale Komponenten eingebaut werden können und jeder Beteiligte auch die anderen Personen im digital-realen Raum sieht. „Damit können auch Teammitglieder, die über Kontinente hinweg zusammenarbeiten, gemeinsam Prototypen unter-suchen“, erläutert Robin Wenk (41), der zusammen mit Daniel Classen (47) und Georg Fuhrmann (49) im Jahr 2007 die Lightshape GmbH & Co. KG gegründet hat. Das Stuttgarter Unternehmen bietet eine Software, die teamfähiges Arbeiten im digitalen Raum ermöglicht und dabei Realitäten und Menschen per erweiterter (Augmented Reality) und virtueller (Virtual Reality) Realität integriert. Kunden, zum Beispiel aus der Automobil-branche, nutzen diese Möglichkeit im Entwicklungsbereich und sparen erhebliche Kosten, weil neue Modelle zunächst digital entwickelt und begutachtet werden können. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für physische Modelle wird deutlich reduziert. 30 Mitarbeiter finden bei Lightshape derzeit einen spannenden und zukunftsträchtigen Arbeitsplatz und arbeiten intensiv an weiteren neuen Möglichkeiten des digitalen Teamworks.

www.lightshape.net

In guten Händen

MP Mobiler Pflegedienst Nadine Condurachi in Karlsruhe

Nadine Condurachi hat sich aus schwierigen Umständen heraus zur erfolgreichen Unternehmerin entwickelt: Vor rund 20 Jahren musste ihre Familie aus dem Kongo fliehen und sie zunächst in Schweden und später in Deutschland Tätigkeiten als Hilfskraft ausüben. Dann absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin, sammelte Praxis-erfahrung, qualifizierte sich in einer weiteren Ausbildung zur Pflegedienstleiterin und machte sich schließlich im Jahr 2014 in Karlsruhe mit MP Mobiler Pflegedienst selbstständig. „Wir übernehmen die nichtstationäre Grund- und Behandlungspflege sowie die psychosoziale Betreuung pflegebedürftiger Menschen“, erläutert die heute 43-jährige und erzählt, wie sich ihr Angebot durchgesetzt hat: „In den ländlichen Stadtteilen von Karlsruhe, wie Grünwettersbach oder Stupferich, sind die älteren Menschen und ihre Angehörigen gut vernetzt.“ So sprach sich schnell herum, dass pflegebedürftige Menschen bei ihr und ihren mittlerweile 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in guten Händen sind. Pflegefachkräfte sucht sie auch in den Reihen jener, die wie sie aus ihrer Heimat fliehen mussten. „Das zentrale Problem dabei ist die deutsche Sprache, die wir für unsere Arbeit wirklich gut beherrschen müssen“, erläutert sie. Und wie hat sie selbst die deutsche Sprache erlernt? „Ein wichtiger Lehrer war der Fernseher“, lacht sie. „Da habe ich mir bewusst die Worte und Sätze eingeprägt und mit der Zeit immer mehr verstanden.“

Häusliche Intensivpflege

MUKKI GmbH in Ulm

MUKKI steht nicht für starke Muskeln, sondern für „Mobile Ulmer Kinder Kranken- und Intensivpflege.“ Aber was die rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 2009 gegründeten Unternehmens leisten, hat durchaus eine Menge mit Stärke zu tun: Sie gehen in die Familien und kümmern sich um Kinder, die intensiv gepflegt und individuell betreut werden müssen. So werden Eltern von Kindern und jungen Erwachsenen, die zum Beispiel vollständig von Geräten abhängen und zum Teil beatmet werden müssen, entlastet. Heribert Karrer (56), Barbara Rittmeyer (55) und Annegret Holzwarth (58) haben vor der Gründung des Unternehmens bereits viele Jahre im sozialen Bereich gearbeitet und wissen, was eine Intensivpflege Zuhause bedeutet: „Unsere Pflegekräfte müssen sich so einbringen, dass das heimelige für die Familie erhalten bleibt“, erläutert Heribert Karrer. „Gleichzeitig“, so Barbara Rittmeyer, „muss eine professionelle Distanz erhalten bleiben – auch zum Selbstschutz der Pflegenden.“ Die MUKKI GmbH ist in der Region Ulm-Oberschwaben mittlerweile einer der größten Anbieter von Pflegeleistungen im Kinder- und Kleinkindsektor. Der Kern des Erfolgs, hebt Annegret Holzwarth hervor, sind aus ihrer Sicht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Wir wissen um den Wert unserer Angestellten. Daher versuchen wir, ihr Engagement zum Beispiel mit Jobrädern, betrieblicher Altersvorsorge, Gesundheitskursen, Zulagen und einem Sommerfest zu belohnen.“

www.mukki-pflege.de

Höchste Präzision in 3D

Nanoscribe GmbH in Eggenstein-Leopoldshafen

Der 3D-Druck beflügelt die Phantasie der Menschen, weil bis hin zum ausgedruckten Haus jede Größenordnung möglich scheint. Die Ideen von Martin Hermatschweiler (39) und seinen Mitgründern Dr. Michael Thiel (35), Prof. Dr. Martin Wegener (56) und Prof. Dr. Georg von Freymann (46) – allesamt studierte Physiker - bewegen sich jedoch in die genaue umge-kehrte Richtung: „Unsere hochpräzisen 3D-Drucker und Druckmaterialien sind auf die allerfeinste Mikrofabrikation ausgerichtet.“ Einen „Zoo voller Anwendungen“ sehen die Gründer, angefangen von der Medizintechnik über die Kommunikationstechnik bis hin zu winzig kleinen optischen Bauteilen für das vielbeschworene Internet der Dinge. Dabei lassen sich dreidimensionale Objekte in fast beliebiger Art fertigen – und das mit fast unvorstellbar kleinen Abmessungen im Nano- und Mikrometerbereich. Nanoscribe ist es in den letzten Jahren gelungen, die eigene Anwendung im Wissenschaftsbereich als Standard zu etablieren. Darüber hinaus gelingt es auch mehr und mehr, die Industrie zu erreichen: „Bereits drei Unternehmensgründungen sind aus unseren Anwendungen hervor-gegangen“, berichtet der Physiker Martin Hermatschweiler. Im Bereich der etablierten Industrie werden mit Hilfe von Nanoscribe völlig neue Prozessketten möglich. Mehr als 50 Mitarbeiter finden aktuell einen Arbeitsplatz bei dem 2007 gegründeten Unternehmen aus Eggenstein-Leopoldshafen in der Nähe von Karlsruhe. „Neben dem wirtschaftlichen Erfolg sind wir auch stolz auf Anwendungen, die Menschen zum Beispiel im medizinischen Bereich unmittelbar helfen.“

www.nanoscribe.com

Die Klimaanlage zum Anziehen

pervormance international GmbH in Ulm

Hohe Temperaturen sind eine große Belastung für das Herz- und Kreislaufsystem. Um den Körper vor Überhitzung zu schützen, muss der Organismus viel Energie aufwenden. Die Lösung ist die Klimaanlage zum Anziehen von der Pervormance GmbH in Ulm. „Aktiv-Kühlfunktionskleidung ist ein komplett neuer Markt“, freut sich Gabriele Renner. Die 52-jährige hat zusammen mit ihren Geschwistern Sabine (49) und Martin Stein (47) das Unternehmen im Jahr 2010 übernommen und die Marke E.COOLINE mit Kühlwesten, Shirts, Basecaps und Armkühlern systematisch ausgebaut. Dabei wird der Träger durch Verdunstungskälte (der Stoff wird vor dem Tragen in Wasser getränkt und saugt dieses auf) aktiv gekühlt. Die Kleidung kommt in Stahlwerken und Gießereien genauso zum Einsatz wie bei der Feuerwehr, beim Sport, in der Medizin sowie im Gesundheitssektor. Besonders eindrucksvoll konnten die Produkte im Rahmen der Ebola-Krise die Helfer unterstützen: Dank der 250 Kühlwesten war es ihnen auch bei sehr hohen Temperaturen möglich, sich konzentriert um die Erkrankten zu kümmern. Cool finden auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Arbeitgeber: Sie genießen die flexiblen Arbeitszeiten und das gute Betriebsklima und bringen ihre Kinder bei Bedarf auch mit ins Unternehmen.

www.e-cooline.de

Maschinenbau anders gedacht: sorglose Getriebe für Fahrräder

Pinion GmbH in Denkendorf

Warum, so fragten sich im Jahr 2008 die beiden ursprünglich aus der Automobilbranche kommenden Ingenieure Christoph Lermen (34) und Michael Schmitz (39), hat eigentlich ein Sportwagen keine Kettenschaltung, wie sie bei Fahrrädern der Standard sind? Aus der Antwort entstand die Pinion GmbH mit heute 22 Mitarbeitern und Sitz in Denkendorf: Die Kräfte eines Sportwagenantriebs würden eine Kettenschaltung schlicht über-fordern. Und so wie ein Sportwagen ein ausgefeiltes Getriebe hat, entwickelten die Gründer und begeisterten Radler auch eines für Fahrräder. Im Ergebnis sind die Fahrrad-Getriebe von Pinion deutlich präziser in der Schaltung und weniger reparaturanfällig als dies bei Kettenschaltungen der Fall ist. Die Robustheit zeigt sich nicht nur im Alltagsbetrieb mit einer aufgrund der Anordnung in der Radmitte optimalen Fahrdynamik, sondern auch bei extremen Belastungen: So berichten begeisterte Radfahrer von Radabenteuern zum Beispiel in Alaska, Zentralasien und Südamerika, die Dank des nahezu wartungsfreien Pinion-Getriebes völlig problemlos verliefen. Pinion entwickelt und produziert als Maschinenbauer die innovativen Schaltgetriebe im eigenen Haus und verkauft sie als Komponenten an Fahrradhersteller. Mehr als 60 namhafte Hersteller haben die beiden Getriebelinien für hoch- und zunehmend auch für mittelpreisige Räder bereits im Sortiment und sorgen so für eine stetig wachsende Akzeptanz bei der Zielgruppe. Diesen Erfolg wollen die Gründer auch teilen und binden die Behindertenwerkstatt Esslingen in Projekte ein und lassen dort die Montage ausgewählter Baugruppen durchführen.

www.pinion.eu

Brückenbauer zwischen Technologien

PointCab GmbH in Wernau

Mit CAD-Software werden geometrische Modelle erzeugt und verändert. Dr. Richard Steffen erkannte 2013 die Notwendigkeit, immer größer werdende Datenmengen von Laserscannern, die zum Beispiel beim Vermessen von Gebäuden entstehen, in CAD-Systeme zu übernehmen und entwickelte das LSD(X)-Punktwolken-Format. Das Besondere: Durch effizientes komprimieren reduziert sich der Speicherbedarf um bis zu 85 Prozent und der Zeitbedarf um bis zu 70 Prozent. Damit werden selbst umfangreiche und hochauflösende Punktwolken problemlos in detaillierte 2D-Pläne und 2D-Schnitte oder umfassende dreidimensionale Gebäude- oder Landschaftsmodelle umgewandelt. Die PointCab-Kunden aus zehn Ländern erwirtschaften durch die schnelleren Abläufe Kostenvorteile und können durch verschiedene Funktionen eine Vielfalt an Auswertungen durchführen. Mit seiner Entwicklung baut das Software-Unternehmen mit seinen fünf Mitarbeitern rund um den 42-jährigen Gründer Steffen eine wichtige Brücke zwischen der CAD-Technologie und den verschiedensten Laserscannern, die es auf dem Markt gibt.

www.pointcab-software.de

Das mobile Berufsförderungswerk

QuikStep Stefan Wilke in Durmersheim

Arbeitnehmer, die durch Unfälle oder Krankheiten ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt ausüben können, kommen meist erst nach langwierigen Rehabilitations- und Umschulungsmaßnahmen zurück an ihren Arbeitsplatz: „Dieser Zeitraum ist viel zu lang“, erläutert Stephan Wilke. „Die Betroffenen haben dann die Vertrautheit mit ihrer Arbeitsumgebung, den Menschen und den Aufgaben größtenteils verloren.“ Der heute 54-jährige war selbst als Angestellter beschäftigt und hatte sein Augenlicht verloren. Seine Erfahrungen bei der Anpassung seines Lebens an die Behinderung setzte er 2012 mit der Gründung der heute in Durmersheim bei Rastatt ansässigen Quikstep GmbH in ein Geschäftsmodell um. „Betroffene sollen so weit wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben“, war von Anfang das Ziel des „mobilen Berufsförderungswerks“, wie er und die sechs Berater seines Netzwerks das Arbeitsprinzip von QuikStep nennen. Das Team bietet den Unternehmen Workshops an, übernimmt das Reha-Management und begleitet betroffene Arbeitnehmer durch den gesamten Prozess bis zur Wiedereingliederung am angestammten Arbeitsplatz. „Dabei gibt es keinen vorgegebenen Standard“, betont Wilke. „Jeder Fall ist anders und muss individuell betreut werden.“ Je nachdem, welche Aufgaben anstehen, werden die Aufgaben unter den Beratern verteilt. „Wir haben sogar aus ihrer Heimat geflüchtete Unternehmer mit Behinderungen, die sich hier in Deutschland wieder selbstständig machen wollen. Dafür haben wir einen Berater, der nicht nur die Existenzgründungen betreut, sondern auch Arabisch spricht.“

www.quikstep.eu

Interdisziplinäre Leidenschaft für Wasser

Reconsite GmbH in Fellbach

Solange Grundstücke brach liegen, kümmert es meist niemanden, dass Böden möglicherweise mit Schadstoffen belastet sein könnten. „Doch sobald ein Investor etwas plant, kann es mit der Altlastensanierung meist nicht schnell genug gehen“, berichtet Uwe Hiester (48), der im Jahr 2009 sein eigenes Unternehmen rund um das Thema des nachhaltigen Grundwasserschutzes gegründet hat. Wie sein Gründer ist auch das Unternehmen, die reconsite GmbH in Fellbach, sehr interdisziplinär ausgerichtet: Es verbindet Umweltconsulting, Anlagenplanung und Engineering zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell. Bei der Altlastensanierung setzt das Unternehmen ein selbst entwickeltes Sanierungsverfahren zur Beseitigung von Boden- und Grundwasser-schäden ein: Dabei werden Boden und Grundwasser mit Dampf oder festen Wärmequellen erhitzt und die Schadstoffe durch Verdampfung oder Verflüssigung in weit kürzerer Zeit als bei herkömmlichen Verfahren umweltfreundlich entfernt, ohne Erdreich abzutragen. Deshalb ist das Verfahren auch unter und neben Häusern einsetzbar. Als erfolgreicher Gründer und Unternehmer engagiert sich Hiester auch für Menschen über den Tellerrand seines Unternehmens hinaus. So fördert er soziale Projekte für Straßenkinder und unterstützt ein Jugendtheater und die Tafel. „Das gehört für mich als mittelständischer Unternehmer einfach dazu!“

www.reconsite.com

Innovation nach Opas Rezept

Reiß Beck GmbH & Co. KG in Kirchzarten

Als Michaela Reiß 2008 die Bäckerei ihrer Eltern übernahm, geschah dies in einem für das Bäckerhandwerk schwierigen Umfeld: Der Brotverbrauch ging zurück, gleichzeitig wurde der Wettbewerb mit Discountern und anderen Anbietern immer härter. Und dennoch gelingt es der heute 37-jährigen Unternehmerin, die Umsätze gegen den Branchentrend zu steigern und ihren Betrieb als regionale Marke auf dem Freiburger Markt zu etablieren. „Möglich ist das durch Geschichten, die wir mit unseren Pro-dukten verkaufen.“ Dazu gehört zum Beispiel das Brot, das Großvater Otto Reiß bei seiner Meisterprüfung 1937 zum ersten Mal gebacken hat. „Wir haben das Rezept vergraben zwischen Backformen und Mehlsäcken in einem alten Rezeptbuch gefunden und das Brot neu auf den Markt gebracht“, erzählt Bäckermeisterin und Dipl.-Betriebswirtin Michaela Reiß stolz. Über diese und andere Geschichten hinaus hat sich „der Reiß Beck“ mit hochwertigen Erzeugnissen ganz der handwerklichen Qualität verschrieben: Es werden keine Backmischungen verwendet, sondern alles selbst gebacken und dabei traditionelle Vorteige und hauseigene Natur-sauerteige verwendet. „Qualität, die man schmeckt“, ist sich Michaela Reiß sicher und findet viele Kunden, die bereit sind, dafür etwas mehr zu bezahlen als beim Wettbewerb. Qualität ist auch eine Eigenschaft, die der Reiß Beck als Arbeitgeber anstrebt. Mit Teilzeitstellen, Tagschichten und flexible Arbeitszeiten geht das Unternehmen auf die individuellen Bedürfnisse der 145 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit zur Weiterentwicklung durch firmeninterne Wett-bewerbe und ein eigenes Vorschlagswesen für neue Produkte und Prozesse. Sachspenden gehen an die Tafel, aber auch an Vereine, Schulen und Kindergärten. „Von der Region für die Region“ ist dabei das Motto des Unternehmens.

www.reiss-beck.de

Für ein Badezimmer ohne Plastikflaschen

Rosenrot Manufaktur für Naturkosmetik in Heilbronn

Wer heute in ein Badezimmer blickt, sieht vor allem eines: Plastik. Viele Millionen Kunststoffflaschen und -behälter fallen jährlich allein in Deutschland an. Muss das sein? Karin Ziesmer aus Heilbronn hat dazu eine klare Meinung: „Die umweltfreundlichsten Produkte sind die, die ohne Verpackung auskommen.“ Im Keller ihres Hauses tüftelte sie daher eine neue Art von Kosmetikprodukte aus, und dort gründete sie 2013 auch die Rosenrot Manufaktur: Sie und ihre derzeit sechs Angestellten stellen in Handarbeit Naturkosmetikprodukte in feiner Bioqualität her – beispiels-weise ShampooBits. Diese sehen aus wie Seifenstücke, sind aber festes Shampoo ohne Konservierungsmittel und andere Zusatzstoffe. Der Clou: Nach der Nutzung sind die Bits schnell wieder trocken und können ohne Verpackung im Waschbeutel verstaut werden. Die Nachfrage nach den inzwischen 14 Sorten bezeichnet die 53-jährige Unternehmerin schlicht als „riesengroß“ und betont dabei den großen Anteil ihrer Mitarbeiterinnen am Erfolg. Sie dankt es ihnen mit familienfreundlichen Arbeitszeiten und schließt den Betrieb in den Ferienzeiten, damit sie Zeit mit ihren Familien verbringen können.

www.rosenrot-manufaktur.de

Aus Holz gebaut

Sterk abbundzentrum GmbH in Bodnegg

Ökologisch und regional, ohne Leim und ohne Chemie: Die ökologischen Vollholzwände des STERK abbundzentrums werden aus regionalen Nadelhölzern, die in nahe gelegenen Sägewerken als Nebenprodukte anfallen, gefertigt. „Das Holz kann in seiner Ursprünglichkeit atmen, Feuchtigkeit transportieren und damit ein perfektes Wohnklima schaffen“, erläutert Claus Sterk die Vorteile seiner Vollholzwände. Der 48-jährige Hoch- und Tiefbautechniker gründete sein Unternehmen im Jahr 2014 und beschäftigt heute 9 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist damit ein verlässlicher Dienstleister für die Holzbaubetriebe in der Region. Als Grund für die positive Entwicklung in den letzten Jahren nennt er das zunehmen-de Interesse am ökologischen nachhaltigen Bauen. Nachhaltigkeit ist jedoch nicht nur für seine Kunden, sondern auch für ihn selbst wichtig und deshalb gelebte unternehmerische Realität: Die konsequente Regionalität bei der Holzbeschaffung und der Auswahl der Sägereien sorgt für kurze, ökologisch sinnvolle Transportwege. Sonnenkollektoren und eine Biomasseheizung unterstützen wesentlich die Energieversorgung und die Heizung des Firmengebäudes. Und selbst an die bedrohten Wildbienen und Insekten wird gedacht und jährlich ein Blühstreifen am Rand des Firmengebäudes angelegt.

www.sterk-gruppe.de

Das Rechenzentrum im Kofferraum

ViGEM GmbH in Karlsruhe

Autonomes Fahren ist längst keine Vision mehr, sondern ein handfester Zukunftstrend, auf den die ViGEM GmbH in Karlsruhe setzt: „Mit unserer Messtechnik machen wir Fahrzeuge sicherer“, erläutert Markus Trauth (53), der das Unternehmen im Jahr 2009 zusammen mit Karl Georg Esser (43), Carsten Oetker (52) und Rainer Adlich (46) gegründet hat. Basis ihrer Geschäftsidee sind die riesigen Datenmengen, die über Video-, Radar- und andere Sensoren zu Testzwecken während der Probefahrten vor allem für Fahrerassistenzsysteme direkt im Auto erfasst und verarbeitet werden müssen. Aufgezeichnet werden die Daten in einem „ViGEM-Rechen-zentrum“, einem leistungsfähigen Aufzeichnungsgerät, das im Kofferraum der Testfahrzeuge untergebracht ist. Automobilhersteller und ihre Lieferanten können so unter realistischen Bedingungen erproben, ob die elektronischen Bauteile auf das, was im Umfeld des Fahrzeugs geschieht, adäquat reagieren. Die Test- und Analysesysteme werten für die Kunden die Fahrzeugdaten aus und zeigen Potenziale, wie die Fahrzeuge optimiert werden können. Die Spezialisten von ViGEM bauen die Geräte, betreuen sie vor Ort und bieten auch die Wechselspeicher, die sogenannten Datenlogger, an. „Wir haben uns vorgenommen, ein zukunftssicheres Unternehmen aufzubauen“, beschreibt Trauth die Vision der Gründer. Fast 50 Mitarbeiter finden heute einen spannenden Arbeitsplatz, wobei sich für den Diplom-Ingenieur heute schon andeutet, dass ihre Zahl in Zukunft deutlich höher liegen wird. „In der Technologieregion Karlsruhe haben wir ein hervorragendes Umfeld, in dem wir weiter wachsen können.“

www.vigem.de

Hörbert: Der MP3-Player aus Holz

Winzki GmbH & Co. KG in Frickenhausen

Der Firmenname „Winzki“ löst unmittelbar die Assoziation „klein“ aus, und das ist von Rainer Brang durchaus auch beabsichtigt. „Unser Hörbert bietet besonders kleineren Kindern die Möglichkeit, selbstständig Musik und Hörspiele abzuspielen“, fasst der 42-jährige Diplom-Ingenieur für Software-technik die Idee des MP3-Players zusammen. Eine Geschäftsidee entwickelte er durch eine einfache Beobachtung: Einerseits bringt es der Alltag mit sich, dass Eltern ihre Kinder gelegentlich dazu bringen müssen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Andererseits will man sie natürlich nicht mit Fernsehen, Laptop oder Mobiltelefon einfach „ruhigstellen“. Seine Lösung: „Wir verstecken eine Speicherkarte mit bis zu 140 Minuten Musik und Hörspielen im Inneren unseres Abspielgerätes und bieten den Kleinkindern außen analoge bunte Knöpfe zum Drücken und warmes Holz zum Anfassen.“ 14 Monate lang tüftelte Brang, bis der erste Prototyp vom Werktisch ging. „Die Kinder haben Spaß daran, selbst die Musik und Hörspiele, die sie hören möchten, auszuwählen.“ Eltern überzeugt die Idee auf Anhieb, zumal der mit einem langlebigen Holzgehäuse versehene MP3-Player bewusst einen Gegenpol zum Plastikvormarsch in den Kinder-zimmern setzt: Darüber hinaus bietet das Design und auch einen Kundenkreis jenseits der Zielgruppe, ältere und pflegebedürftige Menschen schätzen das Gerät dank der einfachen Bedienung. Und seinen Hörbert gibt man nicht mehr her – im Zweifel steht er in der Studentenbude in der Küche. So hat sich Innerhalb der letzten fünf Jahre der Umsatz des 2011 gegründeten Unternehmens jedes Jahr verdoppelt, 17 Mitarbeiter finden heute bei Winzki einen sicheren Arbeitsplatz.

www.winzki.de

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